Westaustralien Nordroute

Im Herbst 2018 unternahmen Herr Gerhard Enderlein und 3 Mitreisende eine 5-wöchige Rundfahrt in 2 Teilen im touristisch noch zu entdeckenden Westen des australischen Kontinents, deren 1. Teil wir in einem wie immer perfekten Videovortrag in unserem letzten Bürgerhock nacherleben durften. Diese Region ist 7x größer als Deutschland und weist 2,2 Mio. Einwohner auf, von denen der größte Teil in der Hauptstadt Perth wohnt. Hier startete auch die Reise nach 20-stündigem Flug. Es war natürlich ein robustes Allrad-Fahrzeug notwendig, denn man wollte nicht nur auf Asphalt fahren, sondern auch ins Outback auf abenteuerlichen Pisten. Wie abenteuerlich, davon spricht ein 3-mal nötiger Reifenwechsel.

Nach einem Großeinkauf vor allem von Wasser ging es los in die Wildnis Richtung Norden. Nur selten gab es Gegenverkehr, dafür ab und zu eine Känguruh- oder Emu-Familie, die die Fahrbahn kreuzte. Es konnten wunderschöne bunte Wildblumenteppiche am Wegesrand oder bei Wanderungen bewundert werden. Im Freien waren die mitgebrachten Fliegenschutznetze sehr nützlich. Urtümliche Eukalyptuswälder wechselten sich mit riesigen Farmlandflächen für Getreide und Viehzucht ab. Immer wieder gab es Nationalparks mit vielfältigen Felsformationen, Schluchten und Wasserfällen. Kleine Naturpools boten Bademöglichkeiten. Der 700 m hohe Mount Augustus, ein heiliger Berg der Aborigines, wurde umrundet und bestiegen. Im übrigen gab es keine Begegnung mit den Ureinwohnern, denn diese leben zurückgezogen in ihren Siedlungen. Aber an vielen Felsen haben sie ihre eingeritzten Zeichen hinterlassen. Im Norden der Reiseroute wurde das Gestein immer rötlicher, z.T. sogar blau. Dort gibt es Erzbergbau sowie die größte Asbestmine der Welt.

Schließlich ging es westwärts. Bei Coral Beach wurde der Indische Ozean erreicht mit azurblauem Meer und schneeweißen Sandstränden. Pelikane in der Luft und Stachelrochen im recht kühlen seichten Wasser konnten beobachtet werden. Etwas ganz Besonderes war ein Spaziergang zur Kinderstube der Riffhaie, die in einer flachen Bucht ihre Kreise zogen. Weiter südlich wurde bei der Shark Bay der Wendekreis des Steinbocks überquert. Die Big und die Little Lagoon hatten unsere Reisenden ganz für sich, während es bei einer Delphin-Fütterung natürlich viele Zuschauer gab. Interessant war auch der Shell Beach, bestehend aus einer bis zu 10 m dicken Schicht aus weißen Herzmuscheln. Diese wurden sogar in Häusern und einer Kirche verbaut. Am 20. Reisetag wurde das 1829 gegründete Perth erreicht. Hier konnte im 400 ha großen Botanischen Garten noch einmal die gesamte Flora Westaustraliens bewundert werden, dazu eine künstlerische Installation aus tausenden roten Kunstblumen.

Wir freuen uns auf den 2. Teil der Reise, die Südroute, die im Bürgerhock Ende Februar präsentiert wird.


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