Apulien - Trulli-Häuser, Castel del Monte, Bari und mehr

Unter diesem Titel zeigte Dr. Rolf Zimmermann am letzten Freitag (24. Juni 2022) beim Bürgertreff in Immenstaad ein Video vor zahlreichen Besuchern. Wenn Italien auf der Landkarte wie ein Stiefel aussieht, dann ist Apulien der Absatz dieses Stiefels, also der Südosten Italiens. Apulien ist etwa halb so groß wie Baden-Württem berg und hat rund vier Millionen Einwohner.

Die Reise im Jahr 2015 wurde vom Reiseveranstalter Bregenzer angeboten (heute bei Wegis eingegliedert) und bestand aus einem bequemen Direktflug von Friedrichshafen nach Bari, Hotelaufenthalt in Alberobello und täglichen Ausflügen.

Alberobello ist die Stadt der Trulli. So heißen die über tausend Gebäude mit rechteckigem Grundriss und einem „Zipfelmützen- Dach“ aus lose aufeinanderliegenden Natursteinen. In den Trulli lebten keine Trolle und keine Hobbits, sondern sie waren ursprünglich einfache Bauernhäuser. Angeblich wurden die Dächer in früheren Zeiten stets abgedeckt, wenn der Steuereintreiber kam, denn Steuern waren nur für Häuser mit Dächern fällig.

Die Landschaft ist geprägt von Oliven-, Kirsch- und Mandelbäumen und der erste Ausflug geht zur größten Tropfsteinhöhle Italiens und weiter zur Stadt Polignano a Mare an der Adriaküste.

In der Küstenstadt Trani erhebt sich auf einer Landzunge die Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert und in der Nähe steht ein Staufer-Kastell. Wesentlich bekannter ist das prächtige achteckige Castel del Monte, das der Staufer-Kaiser Friedrich II. um 1240 im Hinterland auf einem Hügel erbauen ließ. Er nutzte diese Burg vermutlich als Jagdschloss und sie ist als „die steinerne Krone“ auch heute noch das Wahrzeichen von Apulien.

Ein weiteres Ziel ist die „Felsenstadt“ Matera. Ihre Oberstadt steht auf einem Felsplateau aus Tuffgestein und ihre Unterstadt besteht aus Grotten und Höhlen darin, die von der Jungsteinzeit bis in die 80er-Jahre des vorigen Jahrhunderts zeitweise von mehr als tausend Menschen bewohnt waren.

Die Hauptstadt von Apulien ist Bari, und Bari war schon in der Römerzeit Italiens „Tor zum Orient“. Das prächtigste Gebäude ist dort nicht die Kathedrale, sondern die Basilica di San Nicola. Denn im Auftrag ihres Bischofs raubten im Jahr 1087 apulische Seeleute in Myra (in der heutigen Türkei) die Gebeine des heiligen Nikolaus und brachten sie nach Bari. So wurde Bari ein wichtiger Wallfahrtsort und eine bedeutende Stadt.

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